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Wie kam ich selbst zur Farbberatung

Meine eigene Geschichte

Gutes Handwerk muss gelernt werden, Gutes Aussehen auch!

von WALBURGA SÜNNEN

1988 hatte ich eine Strickerei und viel mit Farben zu tun, ich habe mich schon immer mit Mode und Farben beschäftigt. Ich war mir 110% sicher, dass ich meine Farben kenne und  meinen Stil natürlich auch.

Und hier nun meine Geschichte, wie ich eines Besseren belehrt wurde:

Meine Lieblingsfarben waren schwarz, weiß, pink, rose und hellblau. Nicht einen einzigen Tag, wäre ich auf die Idee gekommen, so wie Du bestimmt auch, dass die Farben die man tagtäglich trägt, doch irgendwie nicht so ganz das Richtige sind. Als ich meine, von der Boutique bestellten Pullover, feinste Handarbeit, ablieferte, meinte die Boutique Besitzerin, es käme eine Farb- und Stilberaterin und ich sollte unbedingt kommen. Es hätten sich schon ganz viele Frauen angemeldet. Schallend lachte ich sie aus und meinte zu ihr, sowas brauche ich nicht; ich habe jeden Tag mit Farben zu tun und stricke hunderte von Pullover im Jahr und meine Farben kenn ich ganz genau. Sicherlich denkst Du auch so. 

Dann faselte die Boutique Besitzerin noch etwas von Stilberatung, woraufhin ich antwortete, dass sowas kein Mensch braucht, und dass wenn jemand Stil hätte, dann ja wohl ich. Ich fand mich sehr modisch und mein doch ausgeprägter sportlicher Stil war das A und O. Weit gefehlt, wie ich noch feststellen sollte! Stilsicher, perfekt geschminkt und in meiner schönsten pinken Pullover Kreation, aus Angora aufwendig bestickt, mache ich mich auf den Weg zur besagten Boutique. Selbstverständlich mit meiner Meinung im Hinterkopf, dass ich die Bestgekleidete und Bestangezogene aus der Runde von 15 Damen an diesem Farbberatungsnachmittag sein werde und dass Frau Farbberaterin an mir nichts auszusetzten und an mir nichts verdienen könne. Sicherlich bist Du auch meiner Meinung und weißt was Dir steht und weißt welchen Stil Du hast. Das erlebe ich selbst 30 Jahre später, heute noch im Verkauf. Als ich ankam, waren schon die ersten Farbberatungen im Gange. Frau Farbberaterin legte fleißig bunte Farbtücher um die Hälse der Frauen. Zuerst habe ich mich gefragt, was ist das denn für eine verrückte Nummer?

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass jede Frau glaubte, andere Farben stünden ihr besser als die, die von der Farberaterin, rausgelegt wurden. Wenn der Frau, die gerade dran war, die richtige Farbe umgelegt wurden, waren wir anderen Frauen total begeistert. Nur die Frau selber nicht. War es denn möglich, dass wir alle richtiglagen und andere besser sehen, welche Farbe einem steht, nur man selbst nicht? Eigentlich ist es doch unmöglich, dass keine der 14 Frauen ihre Farben kannte. Nicht mal eine einzige.

Überrascht war ich auch, dass die Frauen in den, laut der Farbberaterin und unseren Augen, richtigen Farben so viel jünger, schöner und attraktiver wirkten. Einige von den Frauen sahen um 10 Jahre besser aus, als sie dann ein Oberteil, nicht nur in der richtigen Farbe, sondern auch im zu ihnen passenden Stil anhatten. Völlig verblüfft darüber sollte mich das Thema noch lange beschäftigen.

Nun war ich an der Reihe. Zuerst sollte ich den „fürchterlichen Farbtopf (Makeup) )meines Gesichtes“ abmachen, natürlich war ich darüber sehr erbost und meine Krawatte am Hals wurde immer dicker. Abgeschminkt kam ich nun vor den großen Spiegel und die Farbberaterin fing an, mir die bunten Lappen um den Hals zu legen. Bei meinen Lieblingsfarben schrie ich immer direkt „Ja genau, dass ist meine Farbe, die liebe ich!“. Wohin gegen die anderen Frauen im Geschäft ganz und gar nicht meiner Meinung waren. Bei den Farben, die sie für mich einstimmig aussuchten, fand ich mich überhaupt nicht zu Hause. Keine dieser schrecklichen Farben hätte ich mir je gekauft. Meiner Meinung nach war ich ja schließlich ein sportlicher, burschikoser Wintertyp mit streichholzlangen Haaren. Davon war ich zu 110% überzeugt. Nun war ich plötzlich ein weicher, femininer Frühlingstyp. Mit diesen Farben konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren, erst recht nicht mit einem verspielten, femininen Stil. Die Farbberaterin schminkte mich, aber auch hier fand ich mich nicht wieder. Völlig frustriert bezahlte ich für diesen Schwachsinn 150 DM und dachte, es sei das rausgeschmissenste Geld meines Lebens. Trotzdem war in meinem Hinterkopf immer die Frage, dass die 14 Frauen sich doch nicht alle irren konnten, oder? Komisch war auch, als ich nach Hause kam, dass meine 80-jährige Nachbarin, mir ein Kompliment für mein Make-Up machte, so schön hätte ich noch nie ausgesehen.

Von nun an ließ es mich aber nicht mehr los, ob an diesen Farbtypen und Stilrichtungen nicht doch etwas dran sei…

Hier möchte ich noch kurz erwähnen, dass zu Hause in meinem Kleiderschrank nicht ein einziges Teil in meinen Farben war, nicht eines! Wie konnte ich mich denn all die Jahre so geirrt habe?

 Als Selbsttest, da ich wenig Geld ausgeben wollte für Kleider in meinen wohl neuen Farben, nähte ich mir zuerst ein aprikotfarbenes Sweatshirt und bestickte dieses mit lauter schokoladenfarbenen Applikationen. Dazu nähte ich mir noch eine schokoladenfarbene Hose, aus Stoff der zum Glück nur 10 DM kostete. Gar nicht begeistert davon, trug ich meine neuen Teile zum Einkaufen in die Stadt. Hatte meine kurzen stoppeligen Haare nicht gegelt, sondern meinen Naturlocken Raum gelassen. 

Nicht weniger als 10-mal wurde ich angesprochen, was mir zuvor noch nie passiert war, wie gut ich aussehe, wie unverschämt jung ich aussehen würde, ob ich auf der Schönheitsfarm gewesen wäre, oder gar frisch verliebt sei. Auf dem Weg nach Hause begegnete ich wieder meiner 80-jährigen Nachbarin. Die lief dreimal um mich herum und konnte sich gar nicht wieder einkriegen, wie gut ich aussehe und dass sie mich noch nie so schön gesehen hat. Diese Farbe stünde mir wirklich ausgezeichnet, sagte sie mir. Merkwürdig, dass ich in diesen beiden Teilen, in den für mich schrecklichen Farben, mehr Komplimente bekommen habe, als für den gesamten Inhalt meines Kleiderschrankes. 

 

Mir kam immer häufiger der Gedanke, dass an dieser Farbberatung und an meinem Frühlingstyp mehr dran war, als ich anfangs dachte.

So begann ich mich über Farben und Farbberatung schlau zu machen. Ich besuchte sogar die Farbberaterin aus der Boutique in Saarbrücken um mehr über das Thema zu erfahren. Auch hatte ich einige Frauen der Farbberatungsrunde inzwischen wieder getroffen und war so verblüfft, wie gut diese aussahen und wie vorteilhaft sie sich verändert hatten. Ich konnte deutlich sehen, dass die Frauen nicht nur ihre Farben geändert hatten, sondern auch ihren gesamten Stil. Während der Farbberatung damals, hatten wir alle behauptet sportliche Typen zu sein. Sicherlich denkst Du auch, dass du dazugehörst. Wenn es uns 15 Frauen wohl so erging, dann ja auch 100.000 anderen Ladys!

So startete ich meine Karriere als Farb- und Stilberaterin. Dann machte ich eine Ausbildung zur Farb-und Stilberaterin und es gab tatsächlich hunderte und aber hunderte, die ihre Farben nicht kennen und so ist es bis heute geblieben. Ich habe sehr viel in Luxemburg gearbeitet, da waren die Frauen weit aus aufgeschlossener als in Deutschland. Durchweg ließ sich dort jede Frau beraten und jede Firma, die ich durch die Kontakte empfohlen bekam buchte mich für das gesamte Personal. Dort waren die Frauen aufgeschlossener und warfen kein Geld mehr zu Fenster raus, indem sie kauften, was ihnen nicht stand.

Hier in Deutschland haben die Frauen 95% des Kleiderschrankes nicht im Gebrauch, weil es auch nicht ihre Farben sind und auch nicht ihrem Stil entspricht, trotzdem wollen sie immer noch nichts von einer Farbberatung wissen. Meiner Meinung nach, ist das so ziemlich das wichtigste Geld, was Du ausgeben kannst, wenn Du Deine berufliche Karriere startest. Es kostet fast nichts und bringt doch so viel. Wir alle werden beurteilt, so, wie wir auftreten, im Beruf mehr noch, als privat. Welche Wirkung willst Du erzielen? Um was geht es, wenn ich da raus auf die Leute zugehe? Innere Werte sind nicht sichtbar. Du hast nur deinen äußeren Auftritt, nachdem Du beurteilt wirst.

 

Hier nur ein kleines Beispiel, was meine Augen täglich sehen:

Die Tage war ich in einem renommierten teuren Immobilienbüro bei mir in der Stadt. Ein junge Dame bediente mich, zuerst dacht ich, ich hätte mich in der Tür geirrt, ich sage Dir auch warum? Sie trug einen weißen BH (viel zu klein), der mit einem blauen Socken gewaschen wurde, darüber trug sie ein olles Hemdchen, was weder der Farbe des alten BHs noch der Bluse entsprach. Darüber wiederum trug sie eine durchsichtige billige cremefarbene Bluse mit einem tiefen Ausschnitt, so dass ihre Böllekes (Brüste) bis zur Brustwarze zu sehen waren, (und vor mir runterhingen) da sie sich auch noch mehrere Male nach vorne bückte. 

Dann stand sie auch noch auf, wir hatten 10 Uhr morgens, nicht 10 Uhr abends in einer BAR, da trug sie doch einen schwarzen Glitzerrock, der aber fürs Büro 20-30 cm zu kurz war, kombiniert mit billigen schwarzen dicken Strümpfen, so dass der Rock beim Gehen auch noch nach oben krabbelte. Ich bin mir ganz sicher, wenn sie gewusst hätte, wie sie wirkt, wäre sie im Erdboden versunken. Sie hatte sich ja bestimmt schick gemacht, um im Frondoffice die Kunden zu begrüßen und ihnen Immobilien anzubieten. Ja, ja, ich weiß, was Du jetzt denkst, das würde dir nie passieren, aber dies dachte die Dame sicher auch. Damit auch Du weißt, ob Du die richtigen Farben im Schrank hast, habe ich für Dich die erste digitale Farbberatung auf der “Schöne Heldin”  entwickelt. 

Damit Du immer weißt, dass Du das richtige in Deinem Job und Deinem Büro trägst, dass niemand hinter Deinem Rücken sich weglacht, wie Du aussiehst gibt, es mich! 

Deine Schönmacherin

Walburga

Dein Coach für gutes Aussehen.

PS: Heute verstehe ich meine Ausbilderin für Farb-und Stilberatung sehr gut. Denn sie sagte damals: „Investiere zuerst in Dich selbst. Es wird immer die beste Investition sein, die Du je getätigt hast. Eine Investition in gutes Aussehen bekommst Du mit Zins und Zinseszins im Job zurück.“

Da kann ich ihr nach fast 30 Jahren Erfahrung zur Zustimmen.